Besuch im jüdischen Museum in Fürth

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Am Mittwoch, dem 3. Dezember 2014 besuchten die evangelischen Kinder der Klassen 3b und 3c gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Sachs das jüdische Museum in Fürth.

Die Museumspädagogin hatte für uns zum Thema: "Was isst du? - koscheres Essen" einige interessante Aktionen vorbereitet. Die 20 Jungs und Mädchen waren sehr gespannt, da sie vorher im Religionsunterricht schon viel über die für sie bis dahin unbekannte Religion erfahren hatten und nun alles nochmal genau sehen und erfragen durften.

 

Nach einer kleinen Einführung und einer Vorstellungsrunde hatten die Kinder die Aufgabe dem Bauernpaar Mila und Fritz bei der Besiedelung ihres Bauernhofes mit koscheren Tieren zu helfen. Jedes Kind durfte in ein Säckchen greifen, sich ein Tier nehmen und dann entscheiden, ob dieses Tier auf dem Bauernhof einziehen darf oder nicht. Alle waren sich in ihren Urteilen sehr sicher, im Unterricht hatten sie gut aufgepasst und alle Merkmale von koscheren Tieren konnten sie sofort umsetzen. So war der "koschere Bauernhof" bald gut gefüllt.

 

GS2_JuedischesMuseum_2Viele jüdische Gegenständen im Museum weckten das Interesse der Kinder. Eine echte Tora zu sehen und die überaus schöne Schrift zu bewundern, Chanukka-Leuchter und Kronenaufsätze für die Torarollen zu entdecken ... viele Dingen hatte sie im Religionsunterricht schon kennengelernt und konnten ihr Wissen nun noch ergänzen. Dass ein Schreiber für eine Torarolle ein ganzes Jahr braucht und er eine Spalte komplett neu schreiben muss, wenn er sich beim Wort „Gott“ verschreibt, hat viele sehr beeindruckt!

Im abschließenden Rundgang durch das Museum führte uns die Pädagogin hoch hinauf unter das offene Dach. Dort konnten die Kinder eine "Laubhütte" bewundern. Während ihrer Wüstenwanderung bauten sich die Juden diese Art Hütten und jedes Jahr feiern sie mehrere Tage lang das "Laubhüttenfest". Die Meinung aller: "Das ist voll schön, aber kalt!"

Den Abschluss bildete dann der Besuch der Mikwe im Keller des Museums. Mit dicken Jacken bekleidet durften die Kinder einen Blick in die mit Grundwasser gefüllte Mikwe werfen, ein rituelles Bad zur Reinigung der Juden vor dem Besuch in der Synagoge, Hochzeiten oder besonderen Anlässen.

Viel zu schnell verging die Zeit, manche hätten gerne noch in den Vitrinen "gestöbert" oder das Modell einer Synagoge bewundert. Mit Mama oder Papa nochmals das Museum zu besuchen, haben sich viele vorgenommen. Frau Sachs erstand am Ende noch zwei Tüten mit koscheren Gummibärchen, die gibt es nun öfter im Religionsunterricht mal so nebenbei zum Naschen … und als Belohnung für ein tolles Mitarbeiten!

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